Frische Beeren aus Südtirol?

Die Südtiroler Landwirtschaft hat den Wert der Kulturheidelbeere, Himbeere, Brombeere usw. erkannt. Immer mehr Bauern bauen Beeren an, das freut besonders Konsumenten welche auf regionale Produkte setzen.

Blaubeeren Gutes aus der Lazag

Beerenanbau ist in der Landwirtschaft in Südtirol ein sehr kleiner Sektor. Dafür gibt es mehrere Gründe: einerseits ist der Beerenanbau extrem arbeitsaufwendig, auf der anderen Seite ist die Produktion sehr komplex, heikel und riskant. Dennoch gibt es auch in Südtirol einige Betriebe, welche sich dem Beerenanbau widmen und die Produkte an Genossenschaften oder direkt verkaufen. Ein typischer Direktvermarkter ist der Valentinhof in Meran – auf den Flächen rund um den Hof werden über 60 Kulturen biologisch und nachhaltig angebaut, darunter auch ein großes Beerensortiment, wie Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren.

Johannisbeeren vom Valentinhof

Der biologische Anbau versucht die Bedingungen für die Pflanzen so natürlich wie möglich zu gestalten, um ein funktionierendes System zu schaffen, in dem sich Nützlinge und Schädlinge ergänzen und sich Krankheiten nicht massiv ausbreiten können. Auf dem Valentinhof werden zusätzlich Nützlinge in die Felder ausgebracht, welche spezifisch gegen Schädlinge wirken. Es werden zudem robuste Sorten angebaut, welche vor allem geschmacklich überzeugen. Der biologische Beerenanbau erfolgt im natürlichen Boden und nicht in einem Substrat, in Töpfen oder auf Tischen, wie es im konventionellen Anbau heute häufig erfolgt. Auch werden im biologischen Anbau keine Herbizide und synthetischen Dünge- und Spritzmittel verwendet.

Erdbeeren Valentinhof

Der größte Schädling im Beerenanbau ist die Kirschessigfliege – der sicherste Schutz davor ist eine Einnetzung mit einem feinmaschigen Insektennetz. Andere Methoden sind z.B. die Anlockung mithilfe von Essig-Fallen. Auf dem Valentinhof werden moderne und altbewährte Methoden und Techniken verwendet und kombiniert, um Schädlinge und Krankheiten so weit zu beschränken, dass es keine großen Ausfälle gibt.

Ein weiterer Beerentipp für Naturnser oder aus dem Raum:

Gepostet von Lottes Heidelbeeren am Mittwoch, 8. Juli 2020

 

In Obermais vom Luis aus der Lazag:

 

Himbeeren Heidelbeeren und Kirschen das Angebot ist zz vielfältig.

Gepostet von Gutes aus der Lazag am Dienstag, 16. Juni 2020

 

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Aber bei den Beeren geht es weitaus um mehr als ums reine Geschäft. Heidelbeere und Co sind wahre Gesundheitsbooster. Im Gegensatz zu anderen Früchten enthalten sie relativ wenig Fruchtzucker aber dafür einen hoch konzentrieren Gehalt an hochwertigen Nährstoffen.

Mit Beeren Immunsystem stärken

Beeren verschiedener Art sind nicht nur sehr lecker und vielseitig einsetzbar, sondern helfen unserem Körper noch zusätzlich dabei, das Immunsystem zu stärken und dieses zu unterstützen. Alle Beerensorten verfügen über einen hohen Vitamin C Gehalt und wirken somit einer Erkältung oder einem grippalen Effekt entgegen. Wer bereits erkältet ist, kann die Erkältung mit dem Essen von Beeren stoppen und somit schneller wieder gesund werden. Auch bei Magen-Darm und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Beeren echte Heilmittel sein.

Die Himbeere

Die Himbeere mit ihren immun stärkenden Wirkungen bietet uns gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Verschiedene Vitamine sind in der Himbeere in hohen Dosierungen enthalten. Die enthaltenen Antioxidantien wirken der Alterung entgegen und freie Radikale in der Himbeere und Brombeere werden abgefangen und schützen den Körper laut einer Studie sehr gut vor Krebs und beugt diesen vor. Auch die Phenolsäuren in den Himbeeren schützen vor Krebs und sie haben eine Tumor vorbeugende Wirkung. Resveratrol hilft gegen Infektionen wie Bakterien oder Pilze und das enthaltene Eisen fördert die Blut- und Sauerstoffbildung. Himbeeren und deren Inhaltsstoffe haben eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Sie helfen zudem gegen Magen-Darm Erkrankungen durch ihre darmreinigende Wirkung und sie enthält antibiotische Wirkungen, die auch den Körper entwässern. Durch das Essen von Himbeeren werden die Abwehrmechanismen aktiviert. Biotin ist auch darin enthalten und ist gut für Haut und Haar.

Himbeeren am Strauch

Die Brombeere

Bei den Brombeeren können nicht nur die Früchte verwendet werden, sondern auch die Blätter dieser Frucht. Brombeerblättertee hilft bei Hautentzündungen, wenn man Wickel in den Tee eintaucht und anschließend auf die betroffene Stelle legt. Diese Frucht enthält am meisten Calcium und die Brombeere hilft dabei, Sehstörungen zu beheben. Eine Kräftigung des Bindegewebes ist auch möglich, wenn regelmäßig Brombeeren gegessen werden. Durch den hohen Eisen- und Kupfergehalt sorgt die Brombeere für eine gute Blut- und Sauerstoffversorgung. Sie hindert die Arterien vor Verstopfungen, da sie diese elastisch hält.

Brombeeren

Die Heidelbeere

Die Heidelbeere enthält viel Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Sie schützt vor einem Herzinfarkt und auch vor Kreislaufproblemen, Entzündungen und Diabetes durch viele sekundäre Pflanzenstoffe. In der placebokontrollierten Studie im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics kam heraus, dass die Heidelbeeren zur Blutdrucksenkung beitragen. Verschiedene Studien zeigen auch, dass ein Verzehr von Heidelbeeren vor allem bei Menschen höheren Alters die Gedächtnisleistung deutlich verbessert. Menschen die an Depressionen oder Parkinson leiden, können durch das Essen von Heidelbeeren ihre Gesundheit positiv beeinflussen.

Die Erdbeere

Die Erdbeersaison startet jährlich im Mai, ab diesem Zeitpunkt können süße und saftige Früchte gepflückt werden. Die Erdbeere zählt zu den sogenannten Scheinfrüchten und ist eine Sammelnussfrucht, da die Kerne auf ihrer Oberfläche als Nuss gelten. Die Inhaltsstoffe der Erdbeere schützt Körperzellen vor Schäden und bindet freie Radikale, die dem Körper auch Schaden zufügen können. Die rote Farbe der Erdbeere entsteht durch die 25 verschiedenen Anthocyane und Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyane wirken als Antioxidant im Körper. So kann die Erdbeere auch bei chronischen Erkrankungen und Entzündungen wie zum Beispiel Rheuma angewendet und verzehrt werden. In einer Studie fanden US-amerikanische Wissenschaftler am Western Human Nutrition Research Center in einer Studie heraus, dass bei Menschen mit Übergewicht mithilfe von Erdbeeren der Cholesterinspiegel gesunken ist und das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes reduziert werden kann.

Die rote Johannisbeere

Rote Johannisbeeren enthalten eine Reihe weiterer Vitamine in hoher Konzentration, die sich positiv auf unseren Körper auswirken. Die enthaltenen Mineralstoffe wirken sich positiv auf Haare, Haut, Augen und das Wohlbefinden aus. Die Blätter der Frucht werden in der Naturmedizin angewendet. Eine natürliche Substanz namens Cumarin, welches als Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung bekannt ist, ist in der roten Johannisbeere enthalten.

Johannisbeeren rot

Die schwarze Johannisbeere

Die schwarze Johannisbeere gilt als eines der ältesten Heilpflanzen und wurde bereits im 18. Jahrhundert als Heilmittel eingesetzt. Eine entgiftende Wirkung wurde ihr seither auch nachgesagt. Die Inhaltsstoffe regen die Nebennierenrinde zur Produktion von Hormonen an, die eine entzündungshemmende Wirkung auf den Körper haben. Die schwarze Johannisbeere wird auch das “pflanzliche Cortison” genannt und wird in der Naturmedizin gegen chronische Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Sie dient zur Linderung verschiedener Allergien. Auch für ein seelisches Gleichgewicht sollte die schwarze Johannisbeere konsumiert werden.

Schwarze Johannisbeeren

Fazit

Alle der oben genannten Früchte haben einen hohen Vitamin C Anteil und wirken sich damit positiv auf das Immunsystem aus. Jede der Früchte bringt verschiedene positive Eigenschaften mit sich und enthält Wirkstoffe, die die Gesundheit fördern. Wer abnehmen will, kann auch auf diese Früchte zugreifen, da sie wenig Kohlehydrate und ausschließlich den Fruchtzucker enthalten. Auch bei anderen Krankheiten oder Beschwerden können diese Früchte dabei helfen, die Beschwerden zu lindern. Wer also sein Immunsystem verbessern und etwas Gutes für die Gesundheit tun will, der sollte regelmäßig die verschiedenen Beeren konsumieren.

Quellen:

https://valentinhof.bio

http://de.altarta.com/01_03/medizinische-eigenschaften-von-roten-johannisbeeren/

https://www.lifeline.de/ernaehrung-fitness/gesund-essen/beeren-id33128.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/erdbeeren.html

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflanzen/erdbeeren-topf-kuebel-anbau-balkon-100.html

http://www.aponiklasdorf.at/home/heilpflanzen/schwarzejohannisbeere#:~:text=Die%20schwarze%20Johannisbeere%20regt%20die%20Nebennierenrinde%20zur%20Produktion,Rachenraum%2C%20bei%20Halsweh%20und%20Heiserkeit%2C%20sowie%20unsere%20Gelenke.

Studien:

Himbeeren: https://www.aicr.org/cancer-prevention/food-facts/raspberries/

Heidelbeeren: https://jandonline.org/article/S2212-2672(14)01633-5/fulltext

Erdbeere: https://www.ars.usda.gov/research/publications/publication/?seqNo115=259693

Südtirolaktuell / CL

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