Dem Radicchio fehlt oftmals die Beachtung unter den doch so gesunden Salaten oder auch Gemüsesorten. In Südtirol wie auch im Rest von Italien ist Radicchio ein gern gesehenes Gemüse oder auch als Salat auf dem Esstisch. In diesem Artikel möchten wir euch den Radicchio in Gänze vorstellen und auch verraten, warum man mehr Radicchio essen sollte.

Radicchio, Teil der Endivien-Familie, zeichnet sich durch seine einzigartige Morphologie aus. Seine Blätter sind nicht nur auffallend rot mit weißen Adern, sondern auch in ihrer Struktur und Textur einzigartig. Diese speziellen Blätter resultieren aus einer adaptiven Evolution, die es ihm ermöglicht, in verschiedenen Klimazonen zu gedeihen.

Radicchio Salat Gemüse
Radicchio Salat Gemüse

Historischer und kultureller Kontext von Radicchio

Inhaltsverzeichnis

Radicchio, ein Gemüse mit tief verwurzelter Geschichte, ist mehr als nur eine Zutat – es ist ein kulturelles Erbe. Seine Ursprünge reichen bis ins antike Rom zurück, wo er bereits für seine medizinischen Eigenschaften geschätzt wurde. Doch die wahre Blütezeit des Radicchios begann in Italien, insbesondere in der Region Venetien, wo er seit Jahrhunderten kultiviert wird.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Radicchio zu einem festen Bestandteil der italienischen Küche und Kultur. Besonders in Städten wie Treviso, Chioggia und Verona wurde er zum Symbol lokaler kulinarischer Traditionen. Jede Region züchtete ihre eigenen Radicchio-Sorten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterschieden, was die tiefe Verbindung zwischen der lokalen Landwirtschaft und der regionalen Küche widerspiegelt.

Die bekanntesten Radicchiosorten im Überblick:

Radicchio Rosso di Chioggia

  • Aussehen: Diese Sorte ist kompakt und rund, ähnlich einem kleinen Kopfsalat. Die Blätter sind tiefrot gefärbt mit charakteristischen weißen Adern.
  • Geschmack: Radicchio Chioggia hat einen relativ milden bitteren Geschmack im Vergleich zu anderen Radicchio-Sorten, begleitet von einer knackigen Textur.
  • Verwendung: Aufgrund seines milden Geschmacks und seiner ansprechenden Optik ist er sehr beliebt in frischen Salaten. Er kann aber auch gegrillt oder gebraten werden, wobei er eine leichte Süße entwickelt.
Radicchio di Chioggia
Radicchio di Chioggia

Radicchio Rosso di Treviso

  • Aussehen: Diese Sorte ist länglich und zylindrisch und ähnelt in der Form einem großen Endiviensalat. Die Blätter sind dunkelrot mit auffälligen weißen Streifen.
  • Geschmack: Radicchio Treviso ist bekannt für seine ausgeprägte Bitterkeit, die beim Kochen abgemildert werden kann und dann süßliche Noten zum Vorschein bringt.
  • Verwendung: Seine Struktur und sein Geschmacksprofil machen ihn ideal für die Verwendung in warmen Gerichten wie Risotto und Pasta. Er ist auch exzellent für das Grillen geeignet, da die Hitze seine Bitterkeit mildert und eine angenehme Süße hervorbringt.
Radicchio Treviso
Radicchio Treviso

Radicchio di Verona

  • Aussehen: Ähnlich dem Radicchio Rosso di Chioggia, aber oft etwas größer und weniger kompakt. Er hat eine runde bis leicht ovale Form und präsentiert sich mit tiefroten Blättern und weißen Adern.
  • Geschmack: Der Radicchio di Verona zeichnet sich durch einen ausgewogenen bitteren Geschmack aus, der weniger intensiv als bei anderen Sorten sein kann.
  • Verwendung: Diese Sorte ist vielseitig einsetzbar, eignet sich hervorragend für frische Salate, aber auch zum Grillen oder als Bestandteil von warmen Gerichten.
Radicchio di Verona
Radicchio di Verona

Radicchio di Asigliano

  • Aussehen: Der Radicchio di Asigliano ist bekannt für seine großen, lockeren Köpfe und eine etwas hellere rote Färbung verglichen mit anderen Sorten. Die Blätter sind breit und wellig.
  • Geschmack: Er bietet einen mäßig bitteren Geschmack, der gut mit anderen Salatkomponenten harmoniert.
  • Verwendung: Aufgrund seiner Größe und seines Geschmacks ist er besonders beliebt in gemischten Salaten und eignet sich auch gut für die Zubereitung von gegrillten oder geschmorten Gerichten.
Radicchio di Asigliano
Radicchio di Asigliano

Radicchio Botanischer Steckbrief:

Kategorie Details
Wissenschaftlicher Name Cichorium intybus var. foliosum
Familie Korbblütler (Asteraceae)
Gattung Cichorium
Art Intybus
Unterart Var. foliosum
Herkunft/Verbreitung Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, insbesondere Italien
Lebenszyklus Zweijährig (bienal)
Wuchsform Rosettenbildend, Blätter aufrecht oder ausgebreitet
Blattmerkmale Glatt oder leicht gekräuselt, tiefe burgunderrote Farbe mit weißen Adern
Blütenmerkmale Klein, blau, selten sichtbar, da die Pflanze meist vor der Blüte geerntet wird
Blütezeit Spätsommer bis Herbst im zweiten Jahr
Fruchtmerkmale Achäne (einsamige, nicht aufspringende Schließfrucht)
Besondere Anbauhinweise “Imbianchimento” bei bestimmten Sorten zur Farbentwicklung erforderlich
Nutzung Kulinarisch (Salat, gekocht, gegrillt)
Besondere Inhaltsstoffe Anthocyane, Quercetin, Lactucopikrin, Vitamine, Mineralien

Warum ist Radicchio so gesund?

Radicchio ist sehr gesund und bietet einige gesundheitliche Vorteile.

Nährstoffprofil Radicchio:

Nährstoff Menge pro 100g Prozent des Täglichen Bedarfs (basierend auf einer 2000-kcal-Diät)
Kalorien 23 kcal 1,15%
Wasser 93 g
Protein 1,43 g 2,86%
Kohlenhydrate 4,48 g 1,49%
Ballaststoffe 0,9 g 3,6%
Zucker 0,6 g
Fett 0,25 g 0,38%
Vitamin K 255,2 µg 319%
Vitamin C 8 mg 10%
Folsäure (B9) 60 µg 15%
Vitamin E 2,26 mg 15%
Kalium 302 mg 6%
Kalzium 19 mg 2%
Magnesium 13 mg 3%
Eisen 0,57 mg 3%

Bioaktive Stoffe die im Radicchio stecken und Erklärung dazu:

Gesundheitsfördernder Stoff Wirkung
Anthocyane Schutz der Zellen vor Schäden durch freie Radikale, verringern das Risiko für chronische Krankheiten wie Krebs und Herzkrankheiten.
Quercetin Antioxidativ, entzündungshemmend, kann helfen, das Risiko für bestimmte Krankheiten wie Herzkrankheiten und Krebs zu reduzieren.
Lactucopikrin Unterstützt die Leberfunktion, wirkt appetitanregend, kann entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Kalium Hilft, einen normalen Blutdruck aufrechtzuerhalten und das Risiko von Herzkrankheiten zu senken.
Vitamin K Wichtig für die Blutgerinnung und Knochengesundheit, kann das Risiko von Osteoporose verringern.
Folsäure (Vitamin B9) Wichtig für die Zellteilung und -bildung, spielt eine Rolle in der DNA-Synthese und Reparatur, wichtig für die Schwangerschaft.
Ballaststoffe Fördern eine gesunde Verdauung, unterstützen regelmäßige Stuhlgänge, können bei der Prävention von Verdauungsstörungen helfen.
Vitamin C Unterstützt das Immunsystem, wichtig für die Hautgesundheit und Wundheilung, wirkt als Antioxidans.
Vitamin E Starkes Antioxidans, schützt Zellen vor oxidativem Stress, wichtig für die Hautgesundheit.

 

Schauen wir uns drei ganz wertvolle Inhaltsstoffe von Radicchio an und welche Wirkung sie haben können. Diese bioaktiven Verbindungen spielen eine zentrale Rolle in den gesundheitsfördernden Eigenschaften von Radicchio und tragen dazu bei, ihn über sein reines Nährstoffprofil hinaus als wertvolles Lebensmittel zu etablieren.

1. Anthocyane – Schützer auf Zellebene

Anthocyane sind die Pigmente, die Radicchio seine markante rote Farbe verleihen. Diese Verbindungen gehören zur Flavonoid-Klasse und sind weithin für ihre starken antioxidativen Fähigkeiten bekannt. Sie wirken als Schutzschild für die Zellen, indem sie freie Radikale neutralisieren und so oxidativen Stress verringern. Dieser Mechanismus spielt eine Schlüsselrolle bei der Verringerung des Risikos für eine Vielzahl von Krankheiten, insbesondere für Herzkrankheiten und einige Krebsarten. Darüber hinaus haben Anthocyane potenziell entzündungshemmende Eigenschaften, die zu ihrem gesundheitlichen Nutzen beitragen.

2. Quercetin – Der Entzündungshemmer

Quercetin, ein weiteres Mitglied der Flavonoid-Familie, ist für seine vielfältigen gesundheitlichen Vorteile bekannt. Es hat starke entzündungshemmende Eigenschaften, die bei der Behandlung und Vorbeugung von chronischen Entzündungskrankheiten wie Arthritis hilfreich sein können. Darüber hinaus trägt Quercetin zur Verbesserung der Herzgesundheit bei, indem es die Blutfettwerte und den Blutdruck positiv beeinflusst. Einige Forschungen legen nahe, dass Quercetin auch antikarzinogene Eigenschaften besitzt, was es zu einem wertvollen Bestandteil einer gesunden Ernährung macht.

3. Lactucopikrin – Förderer der Verdauung und Lebergesundheit

Lactucopikrin, bekannt für seinen bitteren Geschmack, ist eine weniger bekannte, aber ebenso wichtige Verbindung in Radicchio. Es hat sich gezeigt, dass Lactucopikrin leberschützende Eigenschaften hat, die zur allgemeinen Gesundheit der Leber beitragen. Als Bitterstoff kann es auch die Produktion von Verdauungssäften stimulieren und dadurch den Appetit anregen. Obwohl die Forschung zu Lactucopikrin noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es Hinweise darauf, dass es entzündungshemmende Eigenschaften haben könnte.

Zusätzlicher Gesundheitstipp:

Die Einbindung von Radicchio in Mahlzeiten kann, wenn er mit bestimmten Lebensmitteln kombiniert wird, die Nährstoffaufnahme und deren Wirksamkeit verbessern. Hier sind einige strategische Kombinationen, die die gesundheitlichen Vorteile von Radicchio optimieren:

Vitamin C und Eisen

  • Eisenaufnahme verstärken: Radicchio enthält pflanzliches Eisen, dessen Bioverfügbarkeit durch Vitamin C erhöht wird. Kombiniere Radicchio mit Zitrusfrüchten, Kiwis oder Paprika, um die Eisenaufnahme zu steigern.

Fettlösliche Vitamine und gesunde Fette

  • Verbesserte Aufnahme von Vitaminen: Radicchio ist reich an fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin K und E. Kombiniere ihn mit gesunden Fetten wie Olivenöl, Nüssen oder Avocado, um die Absorption dieser Vitamine zu unterstützen.

Radicchio in der Küche + 3 leckere Radicchio Rezepte:

Radicchio wird in der modernen Küche zunehmend experimenteller eingesetzt. Von traditionellen italienischen Gerichten bis hin zu avantgardistischen kulinarischen Kreationen wird Radicchio für seine Fähigkeit geschätzt, Geschmack, Textur und Farbe zu Gerichten beizutragen. Chefköche nutzen seine Bitterkeit, um ausgeglichene und komplexe Geschmacksprofile zu erstellen.

Gegrillter Radicchio mit Balsamico-Glasur

Zutaten:

  • 2 Köpfe Radicchio, längs halbiert
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL brauner Zucker
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Optional: gehobelter Parmesan und gehackte Walnüsse

Zubereitung:

  1. In einer kleinen Schüssel Balsamico-Essig mit braunem Zucker verrühren.
  2. Die Radicchio-Hälften mit Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Den Radicchio auf einem Grill oder in einer Grillpfanne bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 2-3 Minuten grillen, bis er weich wird.
  4. Den Radicchio auf einen Teller legen und mit der Balsamico-Glasur beträufeln.
  5. Optional mit Parmesan und Walnüssen bestreuen und servieren.

Radicchio-Risotto Rezept

Zutaten:

  • 1 Kopf Radicchio, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Tassen Arborio-Reis
  • 1/2 Tasse Weißwein
  • 6 Tassen Hühner- oder Gemüsebrühe, warm
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 g Butter
  • 1/2 Tasse geriebener Parmesan
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel glasig dünsten.
  2. Den Reis hinzufügen und kurz anrösten, bis er leicht glasig wird.
  3. Mit Weißwein ablöschen und rühren, bis der Wein fast vollständig absorbiert ist.
  4. Nach und nach die warme Brühe hinzufügen, dabei ständig rühren, bis der Reis die Flüssigkeit aufnimmt.
  5. Wenn der Reis fast fertig ist (nach ca. 15 Minuten), den gehackten Radicchio hinzufügen.
  6. Zum Schluss Butter und Parmesan einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.
Radicchio Risotto
Radicchio Risotto

Radicchio-Salat mit Orangen und Fenchel

Zutaten:

  • 1 Kopf Radicchio, in Streifen geschnitten
  • 1 Fenchelknolle, dünn gehobelt
  • 2 Orangen, geschält und in Segmente geteilt
  • 1/4 Tasse Olivenöl
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 TL Honig
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: gehackte Haselnüsse

Zubereitung:

  1. Radicchio, Fenchel und Orangensegmente in einer großen Schüssel vermischen.
  2. In einer kleinen Schüssel Olivenöl, Weißweinessig und Honig zu einem Dressing verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Das Dressing über den Salat geben und gut vermischen.
  4. Optional mit gehackten Haselnüssen bestreuen und servieren.
Radicchio Orangen Salat
Radicchio Orangen Salat

Radicchio ist dir zu bitter?

Radicchio und seine Bitterkeit – Strategien zur Geschmacksoptimierung

Radicchio ist bekannt für seinen markanten bitteren Geschmack, der eine spannende Herausforderung in der Küche darstellt. Doch keine Sorge, es gibt effektive Methoden, um die Bitterkeit zu mildern und Radicchios Aroma voll zur Geltung zu bringen. Hier sind einige Tipps:

Blanchieren

  • Kurzes Kochen: Blanchiere Radicchio ein bis zwei Minuten in kochendem Wasser. Dies kann helfen, einen Teil der Bitterstoffe zu entfernen.
  • Abschrecken: Danach den Radicchio in Eiswasser geben, um den Garprozess zu stoppen und Farbe sowie Textur zu erhalten.

Marinieren

  • Essig und Öl: Eine Marinade aus Balsamico-Essig, Olivenöl, Salz und einem Süßungsmittel wie Honig oder Agavensirup kann die Bitterkeit ausgleichen und Radicchio eine komplexe Geschmacksdimension verleihen.
  • Durchziehen lassen: Gib dem Radicchio Zeit in der Marinade, um die Aromen aufzunehmen.

Kombination mit süßen Elementen

  • Fruchtige Partner: Kombiniere Radicchio in Salaten mit süßen Früchten wie Birnen, Äpfeln oder getrockneten Früchten. Die Süße dieser Zutaten kann die Bitterkeit mildern.
  • Süße Dressings: Verwende süße Dressings, um einen angenehmen Kontrast zum bitteren Geschmack zu schaffen.

Röstung und Grillen

  • Wärmebehandlung: Das Rösten oder Grillen kann Radicchios Bitterkeit reduzieren und karamellisierte Aromen hervorbringen.
  • Olivenöl und Gewürze: Bestreiche Radicchio vor dem Grillen oder Rösten leicht mit Olivenöl und würze ihn nach Belieben.

Ausgewogene Geschmackspartner

  • Kontrastierende Aromen: Kombiniere Radicchio mit umami- oder cremig-reichen Zutaten wie gerösteten Nüssen, Käse oder Avocado. Diese können die Bitterkeit ausbalancieren.

Hast du Hunger bekommen? Du willst Radicchio jetzt vielleicht Radicchio selber anbauen und ihn Gartenfrisch genießen? Hier ein paar Tipps dazu.

Wie baue ich Radicchio im Garten an?

Beim Anbau von Radicchio im Garten gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Diese schmackhafte und gesundheitsfördernde Pflanze kann eine Bereicherung für jeden Garten sein, erfordert jedoch spezifische Bedingungen und Pflege, um zu gedeihen. Lassen Sie uns tief in die Welt des Radicchio-Anbaus eintauchen und verstehen, was erforderlich ist, um diese wunderbare Pflanze erfolgreich zu kultivieren.

Standortwahl und Bodenbeschaffenheit

  • Lichtbedarf: Radicchio bevorzugt einen sonnigen Standort, kann aber auch im Halbschatten gut wachsen.
  • Bodenqualität: Ein lockerer, gut durchlässiger und nährstoffreicher Boden ist ideal. Der pH-Wert des Bodens sollte leicht sauer bis neutral sein.

Aussaat und Pflanzung

  • Aussaatzeitpunkt: Radicchio wird in der Regel im Frühjahr ausgesät. In wärmeren Klimazonen kann eine Aussaat auch im Herbst erfolgen.
  • Keimung: Die Samen sollten etwa 0,5 bis 1 cm tief in den Boden gesät werden. Die Keimung erfolgt normalerweise innerhalb von 7 bis 10 Tagen.

Pflege während des Wachstums

  • Wasserbedarf: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
  • Düngung: Eine ausgewogene Düngung hilft, das Wachstum zu fördern. Kompost oder ein ausgewogener Flüssigdünger kann verwendet werden.

Besonderheiten bei der Kultivierung

  • “Imbianchimento”-Prozess: Einige Radicchio-Sorten erfordern einen Prozess namens “Imbianchimento”, um ihre charakteristische rote Farbe zu entwickeln. Dieser Prozess beinhaltet das Abdecken der Pflanzen, um sie vor direktem Sonnenlicht zu schützen.

Mögliche Probleme und deren Lösung

  • Schädlinge und Krankheiten: Schnecken können junge Pflanzen befallen. Regelmäßige Kontrollen und umweltfreundliche Schneckenbekämpfungsmittel können Abhilfe schaffen. Pilzkrankheiten wie Mehltau können bei feuchtem Wetter auftreten. Eine gute Luftzirkulation und die Vermeidung von Überwässerung sind wichtig.
  • Bolzen (vorzeitiges Blühen): Radicchio neigt dazu, bei zu viel Hitze oder Stress zu blühen. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, für gleichmäßige Feuchtigkeit und Temperatur zu sorgen.

Gute Nachbarn schlechte Nachbarn von Radicchio im Garten

Die Wahl der richtigen Nachbarpflanzen für Radicchio im Garten kann entscheidend für sein Gedeihen sein. Bestimmte Pflanzen können sich gegenseitig in ihrem Wachstum unterstützen, während andere möglicherweise nicht gut miteinander harmonieren. Hier ist ein Überblick über gute und schlechte Nachbarn für Radicchio im Garten:

Gute Nachbarn für Radicchio

Bohnen und Erbsen: Diese Stickstofffixierer bereichern den Boden, was Radicchio zugutekommt. Sie helfen, das Wachstum zu fördern und die Bodenqualität zu verbessern.

Knoblauch und Zwiebeln: Diese Pflanzen wirken als natürliche Schädlingsbekämpfer und können helfen, Insekten fernzuhalten, die Radicchio schädigen könnten.

Gurken und Zucchini: Diese Gemüsesorten benötigen ähnliche Wachstumsbedingungen wie Radicchio und können gut nebeneinander gedeihen, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen.

Karotten und Radieschen: Diese Wurzelgemüse helfen, den Boden locker zu halten, was die Wurzelentwicklung des Radicchios unterstützt.

Schlechte Nachbarn für Radicchio

Mais: Mais kann zu groß werden und Radicchio beschatten, was dessen Wachstum hemmt. Zudem zieht Mais bestimmte Schädlinge an, die auch für Radicchio problematisch sein können.

Fenchel: Fenchel ist bekannt dafür, dass er mit vielen anderen Pflanzen nicht gut harmoniert. Er kann das Wachstum von Radicchio hemmen und sollte daher räumlich getrennt angebaut werden.

Kohlarten: Kohl und andere Kreuzblütler können mit Radicchio um Nährstoffe konkurrieren und sind anfällig für ähnliche Schädlinge und Krankheiten, was das Risiko für beide Pflanzen erhöht.

Melonen: Ähnlich wie Mais können Melonen aufgrund ihres Platzbedarfs und ihrer großen Blätter Radicchio beschatten und dessen Wachstum beeinträchtigen.

Ernte und Lagerung

  • Erntezeitpunkt: Radicchio ist in der Regel bereit zur Ernte, wenn die Köpfe fest und dicht sind. Dies geschieht meist etwa 75 bis 90 Tage nach der Aussaat.
  • Lagerung: Nach der Ernte kann Radicchio im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo er mehrere Wochen frisch bleibt.
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  • 🥬 SOMMER | HERBST: Für den Anbau im Sommer und Herbst gut geeignet.
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Häufige weitere Frage zu Radicchio:

Ist Radicchio und Chicorée das Gleiche?

Obwohl Radicchio und Chicorée beide zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehören und ähnliche Eigenschaften aufweisen, handelt es sich um verschiedene Pflanzen. Radicchio (Cichorium intybus var. foliosum) ist für seine roten Blätter mit weißen Adern bekannt, während Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum) oft hellere Blätter hat und in Formen wie Endivie und Frisée vorkommt.

Radicchio hat einen markanten, bitteren Geschmack, während Chicorée je nach Sorte eine Palette von mild bis bitter bieten kann.

Wie schmeckt Radicchio?

Radicchio ist bekannt für seinen ausgeprägten bitteren Geschmack, der jedoch als angenehm und nicht überwältigend empfunden wird. Neben der Bitterkeit können beim Kochen oder Grillen auch süßlichere, nussige Aromen zum Vorschein kommen.

Radicchio hat eine knackige Textur, die ihn sowohl roh in Salaten als auch gekocht zu einer attraktiven Zutat macht.

Warum ist Radicchio so teuer?

Der Anbau von Radicchio kann arbeitsintensiver sein als bei anderen Salatsorten. Insbesondere der “Imbianchimento”-Prozess, der für einige Sorten zur Entwicklung der charakteristischen Farbe erforderlich ist, erhöht den Arbeitsaufwand.

Außerhalb von Italien wird Radicchio oft importiert, was die Kosten aufgrund von Transport und geringerer Verfügbarkeit erhöhen kann.

Radicchio gilt als Gourmet-Gemüse und hat aufgrund seines einzigartigen Geschmacks und seiner optischen Anziehungskraft eine spezielle Nische auf dem Markt, was den Preis ebenfalls beeinflussen kann.

Disclaimer:

Dieser Artikel ersetzt keinen medizinischen Rat. Alle Angaben ohne Gewähr

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