Bergbasilikum die besonders aromatische Sorte von Basilikum die auch gegen kältere Temperaturen robust im Garten wächst.

Das Bergbasilikum, mit seiner robusten und vielseitigen Natur, gedeiht besonders gut in sonnigen bis halbschattigen Standorten. Ursprünglich aus den höheren Regionen Afrikas und Asiens stammend, hat es sich mittlerweile auch in europäischen Gärten etabliert. Die Pflanze bevorzugt gut durchlässige, nährstoffreiche Erde und eine regelmäßige, aber mäßige Bewässerung. Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem klassischen Basilikum, zeigt sich das Bergbasilikum als deutlich robuster gegenüber kühleren Temperaturen, was es zu einem idealen Begleiter für Gärtner in gemäßigten Klimazonen macht.

Bergbasilikum anbauen im Garten

Geschichtliches zu Bergbasilikum

Das Bergbasilikum (Ocimum) hat eine reiche Geschichte, die tief in der traditionellen Medizin und Kultur vieler Völker verwurzelt ist. Besonders in der italienischen Küche ist das italienische Bergbasilikum nicht mehr wegzudenken. Seine Einführung in Europa kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden, wo es sowohl für seine heilenden Eigenschaften als auch als Schutz vor negativen Einflüssen geschätzt wurde. In vielen Kulturen wurde Bergbasilikum zudem als Symbol für Liebe und Schutz angesehen, was seine Anwesenheit in Gärten und auf Fensterbänken noch bedeutsamer machte.

Mythologische Bedeutung Basilikum

Die mythologische Bedeutung von Bergbasilikum ist vielfältig und spannend. In einigen Kulturen galt es als heilige Pflanze, die böse Geister fernhält und positive Energien anzieht. Die antiken Griechen und Römer sahen in ihm ein Symbol für Königtum und Ehre, während es in Indien dem Gott Vishnu geweiht war und in religiösen Zeremonien verwendet wurde. Diese tief verwurzelten Glaubenssätze unterstreichen die kulturelle und spirituelle Bedeutung des Bergbasilikums weit über seine kulinarischen und medizinischen Anwendungen hinaus.

Bergbasilikum Inhaltsstoffe

Das Bergbasilikum steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, die es zu einem wahren Schatz in der Küche und Naturheilkunde machen. Die Blätter, reich an ätherischen Ölen, darunter Linalool, Eugenol und Ocimen, verleihen diesem Kraut sein unverwechselbares Aroma und sind verantwortlich für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften. Diese Öle wirken antioxidativ, entzündungshemmend und antibakteriell. Darüber hinaus enthält Bergbasilikum Vitamine wie Vitamin K, wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium sowie Flavonoide und Polyphenole, die das Immunsystem stärken und zum Zellschutz beitragen.

Bergbasilikum Wirkung auf die Psyche und Körper

Das Bergbasilikum ist nicht nur ein Kraut für die Küche, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die Psyche und den Körper. Die ätherischen Öle, insbesondere das Linalool, wirken beruhigend auf das Nervensystem und können helfen, Stress und Angstzustände zu reduzieren. Die Einnahme von Bergbasilikum in Form von Tee oder als Gewürz in Speisen kann die Verdauung fördern und entzündliche Prozesse im Körper lindern. Extern angewendet, zum Beispiel in Form von Ölen oder Salben, kann es bei Hautirritationen und -entzündungen Linderung verschaffen. Die antioxidativen Eigenschaften schützen zudem die Zellen vor freien Radikalen und unterstützen so die allgemeine Gesundheit.

Bergbasilikum weitere Vorteile

Abgesehen von seinen gesundheitlichen Vorteilen, ist Bergbasilikum eine Bereicherung für jeden Garten und Balkon. Als Duftpflanze zieht es nützliche Insekten an und kann zur natürlichen Schädlingsbekämpfung beitragen. Die Pflanze ist zudem robust und pflegeleicht, was sie besonders für Hobbygärtner attraktiv macht. Im kulinarischen Bereich zeichnet sich das Bergbasilikum durch sein intensives Aroma aus, das Speisen wie Pesto, Salate und Fischgerichte verfeinert. Nicht zuletzt ist die Pflanze auch ästhetisch ansprechend mit ihren grünen bis leicht purpurfarbenen Blättern und den charakteristischen Blüten, die von Sommer bis in den Herbst hinein für ein farbenfrohes Highlight im Garten sorgen.

Auch wenn das Bergbasilikum viele positive Eigenschaften aufweist, ist es wichtig, sich der möglichen Nebenwirkungen bewusst zu sein. In seltenen Fällen können Personen, die empfindlich auf Basilikum oder andere Pflanzen der Lamiaceae-Familie reagieren, allergische Reaktionen erfahren. Diese können Hautirritationen, Niesen oder sogar eine leichte Atemwegsbehinderung umfassen, besonders bei direktem Kontakt oder Inhalation der ätherischen Öle. Schwangere und stillende Frauen sollten vor der Verwendung von Bergbasilikum in therapeutischen Mengen Rücksprache mit einem Arzt halten, da nicht genügend Daten über die Sicherheit in diesen speziellen Fällen vorliegen. Generell gilt: Bei der Verwendung von Bergbasilikum als Gewürz in kulinarischen Mengen sind keine negativen Effekte bekannt.

Wie kann man Bergbasilikum verwenden?

Die Anwendungsmöglichkeiten von Bergbasilikum sind nahezu unbegrenzt. In der Küche lässt es sich frisch oder getrocknet verwenden, um Gerichten ein intensives Aroma zu verleihen. Ein einfaches, aber köstliches Rezept ist Bergbasilikum-Pesto: Kombiniere eine Handvoll frischer Bergbasilikumblätter mit Pinienkernen, frischem Parmesan, Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer in einem Mixer oder Mörser. Dieses Pesto passt hervorragend zu Pasta, als Brotaufstrich oder als Würze für gegrilltes Gemüse und Fleisch. Auch in Teemischungen kann das Kraut für eine beruhigende und verdauungsfördernde Wirkung sorgen.

Wie kann man Bergbasilikum weiterverarbeiten?

Neben dem direkten kulinarischen Einsatz bietet Bergbasilikum auch die Basis für eine Reihe von Produkten. Ätherisches Bergbasilikumöl, gewonnen aus den Blättern der Pflanze, findet Anwendung in der Aromatherapie zur Linderung von Stress und zur Förderung der Konzentration. In der Kosmetik werden Extrakte des Krauts wegen ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften in Hautpflegeprodukten verwendet. Darüber hinaus können aus den getrockneten Blättern Teemischungen, Kräutersalze und Gewürzmischungen hergestellt werden, die nicht nur die Küche bereichern, sondern auch als natürliche Heilmittel dienen.

Bergbasilikum pflanzen & pflegen

Kommen wir noch zu einem Leitfaden für den Anbau von Bergbasilikum in deinem Garten. Dieses wundervolle Kraut bietet nicht nur ein erfrischendes Aroma und geschmackliche Bereicherung für zahlreiche Gerichte, sondern dient auch als attraktive Duftpflanze in deinem Garten. Lass uns Schritt für Schritt durch den Prozess gehen, von der Auswahl des richtigen Saatguts bis hin zur Pflege deiner Pflanzen, um sicherzustellen, dass dein Bergbasilikum gedeiht.

Auswahl der richtigen Sorte

Bergbasilikum (Ocimum spp.) ist in verschiedenen Sorten verfügbar, darunter das italienische Bergbasilikum, das sich durch ein besonders intensives Aroma auszeichnet. Bei der Auswahl des Saatguts solltest du auf bio-zertifizierte Produkte achten, die frei von chemischen Behandlungen sind. Dies gewährleistet nicht nur eine gesunde Pflanze, sondern auch die Reinheit der Aromen und Wirkstoffe.

Standort und Boden

Bergbasilikum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässiger, nährstoffreicher Erde. Eine gute Drainage ist entscheidend, um Staunässe und damit verbundene Wurzelfäule zu vermeiden. Wenn dein Gartenboden schwer oder lehmig ist, verbessere ihn durch die Beimischung von Kompost oder Sand, um die Struktur aufzulockern.

Aussaat und Pflanzung

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Bergbasilikum im Freiland ist, wenn die Gefahr von Frost vorbei ist, in der Regel ab Mitte Mai. Bergbasilikum kann aber auch früher im Jahr in Töpfen oder auf der temperierten Fensterbank vorgezogen werden, um die Wachstumsphase zu verlängern. Säe das Saatgut dünn aus und bedecke es leicht mit Erde. Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Sobald die Sämlinge stark genug sind, pikiere sie in einzelne Töpfe oder pflanze sie mit einem Abstand von ca. 20-30 cm in deinen Garten oder in größere Töpfe.

Pflege

Bergbasilikum benötigt regelmäßige, aber mäßige Bewässerung. Wichtig ist, die Erde zwischen den Bewässerungen leicht antrocknen zu lassen, da Bergbasilikum empfindlich auf Überwässerung reagiert. Eine Mulchschicht kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und Unkraut zu unterdrücken. Düngen ist in der Regel nicht notwendig, wenn der Bergbasilikum in guter Erde gepflanzt wurde. Solltest du jedoch in nährstoffarmen Böden oder Töpfen anbauen, kann eine leichte Düngung mit einem organischen Dünger förderlich sein.

Ernte und Verwendung

Die Ernte von Bergbasilikum kann beginnen, sobald die Pflanze gut etabliert ist und mehrere Blätter entwickelt hat. Schneide die Blätter oder Zweige am Morgen ab, wenn die Aromen am intensivsten sind. Regelmäßiges Ernten fördert das buschige Wachstum der Pflanze. Bergbasilikum eignet sich hervorragend für frische Salate, Pesto oder als aromatische Zugabe zu Fischgerichten. Auch in der Naturheilkunde findet es vielseitige Anwendung.

Überwinterung

Obwohl Bergbasilikum als robust gilt, ist es in gemäßigten Klimazonen nicht vollständig winterhart. Pflanzen in Töpfen können an einen geschützten, kühlen, aber frostfreien Ort wie einen temperierten Wintergarten gebracht werden. Im Garten ausgepflanztes Bergbasilikum sollte mit einer dicken Mulchschicht geschützt oder bei strengem Frost mit Vlies abgedeckt werden.

Schädlings- und Krankheitsmanagement

Bergbasilikum ist eine relativ robuste Pflanze, die nicht anfällig für viele Schädlinge oder Krankheiten ist. Dennoch kann es gelegentlich zu Befall durch Blattläuse oder Spinnmilben kommen, besonders in trockenen, heißen Perioden. Eine wirksame Methode zur Vorbeugung ist das regelmäßige Besprühen der Pflanzen mit Wasser, um ein für diese Schädlinge ungünstiges Klima zu schaffen. Bei starkem Befall können natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel wie Neemöl helfen, die Plage ohne den Einsatz von Chemikalien unter Kontrolle zu bringen.

Pilzkrankheiten, wie Wurzelfäule, können bei zu nasser Erde auftreten. Achte deshalb auf eine gute Drainage und vermeide es, die Pflanze zu übergießen. Falls Anzeichen von Krankheiten auftreten, entferne die betroffenen Teile umgehend und verbessere die Bedingungen, um weiteren Befall zu verhindern.

Vielfalt im Garten durch Bergbasilikum

Bergbasilikum trägt nicht nur durch sein Aroma und seine Blüten zur Vielfalt in deinem Garten bei, sondern fördert auch die Biodiversität. Die Pflanze zieht eine Vielzahl von nützlichen Insekten an, darunter Bienen und Schmetterlinge, die für die Bestäubung anderer Pflanzen in deinem Garten wichtig sind. Die Integration von Bergbasilikum in deinen Garten unterstützt daher nicht nur dein kulinarisches Repertoire, sondern trägt auch zum ökologischen Gleichgewicht und zur Schönheit deines Gartens bei.

Langfristige Pflege und Vermehrung

Bergbasilikum kann durch Stecklinge leicht vermehrt werden. Schneide dazu im Frühjahr oder Sommer einen gesunden Trieb ab und entferne die unteren Blätter. Stecke den Trieb in feuchte Erde und halte die Erde gleichmäßig feucht, bis der Steckling Wurzeln schlägt. Diese Methode ermöglicht es dir, die Pflanze effektiv zu vermehren und sicherzustellen, dass du immer ausreichend Bergbasilikum zur Hand hast.

Eine weitere Möglichkeit, Bergbasilikum langfristig in deinem Garten zu etablieren, ist die Selbstsaat. Einige Pflanzen kannst du im Herbst blühen und die Samen natürlich ausstreuen lassen. An geschützten Standorten und unter günstigen Bedingungen können diese Samen im nächsten Frühjahr keimen, wodurch sich der Bergbasilikumbestand auf natürliche Weise

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