Alpenpflanzen können viele Krankheiten heilen

Die Heilkraft der alpinen Pflanzen und Kräuter, wie Enzian, Johanniskraut und Edelweiß sind nachweisbar wirksam. Die Heilkräuter werden sowohl von Heilpraktikern als auch von Ärzten gerne für Patienten mit unterschiedlichsten Beschwerden empfohlen und angewandt. Die Südtiroler Alpen bieten wahre Schätze an, wenn es um Kräuter und deren Heilkraft geht. Die Höhenluft und die Zusammensetzung des Bodens sind es, was diese Kräuter so einzigartig für den Menschen werden lässt. Die Kombination aus Alpenluft und Kräutern kann sich der Mensch bis heute zunutze machen, wenn die Natur dabei wertgeschätzt und geachtet wird. Durch spezielle Mikronährstoffe der alpinen Heilpflanzen können Rezepturen hergestellt werden, die dem Menschen bei vielen Erkrankungen und Beschwerden Linderung verschaffen. Die Kunst ist es, die richtige Mixtur zu finden, um die Nährstoffe im Körper gut zu verteilen.

Gelber Enzian gegen Infekte und Blähungen

Der gelbe Enzian heißt auch Gentiana Lutea und ist mit seinen Bitterstoffen eine einmalige Pflanze, deren Wurzel sich gut gegen Blähungen eignen, aber auch gegen Infekte eine gute Wirkung erzielen kann. Zudem wirkt er appetitanregend und unterstützt das Immunsystem. Zum Einsatz kommt die Wurzel des gelben Enzians, besonders in der Form eines Tees.

gelber Enzian Heilpflanze

Alpen sind die idealen Bedingungen

Gelber Enzian wächst insbesondere in den mitteleuropäischen Alpen. In Südtirol Österreich, Deutschland, die Schweiz, aber auch in Teilen von Spanien ist die Wurzel mit glykosidischen Bitterstoffen zu finden. In Deutschland darf die Pflanze nicht so ohne weiteres geerntet werden, da diese unter Naturschutz bzw. Artenschutz steht. Aber es gibt die Möglichkeit sich die Pflanze zu Hause selbst zu züchten. Dabei sollte besonders kalkarmer Boden angewandt werden. In den anderen Ländern, wie Südtirol darf die Pflanze geerntet werden.

Hilft bei Magenproblemen

Die Wurzel wird getrocknet und nach dem Trocknen in geschlossenen Gläsern aufbewahrt. Die getrocknete Wurzel wird in Form eines Tees zubereitet. Je nach Krankheitsbild muss der Tee über mehrere Stunden ziehen oder wird direkt vorher gekocht. Bei Magenprobleme muss der Tee länger ziehen, bei Infekten eher kurz. Die Blütenzeit ist im Sommer und je nach Gebiet können die ersten Pflanzen schon Ende Juni und die letzten Pflanzen bis Anfang September geerntet werden. Gelegentlich kann es nach der Einnahme zu Kopfschmerzen kommen. Schwangere sollten auf die Einnahme von Enzian weitestgehend verzichten, da die Pflanze zu viele Bitterstoffe enthält. Alle anderen Menschen hingegen können sich auf die heilsame Wirkung des gelben Enzians freuen und dürfen es bedenkenlos einnehmen.

Johanniskraut ein Allrounder für die Gesundheit

Johanniskraut, botanisch Hypericum perforatum genannt, ist eine Pflanze, die besonders gerne bei leichten bis mittelgradige Depressionen zum Einsatz kommt. Aber auch viele andere Erkrankungen, wie beispielsweise Verbrennungen, Wunden, Hexenschuss oder Gicht können mit Johanniskraut sehr gut behandelt werden. Johanniskraut wächst im südlichen Europa und kommt oft in den Alpen vor. Besonders in Südtirol können Wanderer kleine Felder beobachten. Der Grund ist, dass die Pflanze kalkarmen Boden liebt und das Klima der Alpen in Südtirol für das Johanniskraut geradezu ideal erscheint. Johanniskraut kann bis zu einem Meter hoch werden und die gelben Blüten besitzen lange Staubblätter, die mit kleinen Drüsen behaftet sind.

Johanniskraut Heilpflanze

Bei leichten Depressionen unterstützend

Werden die Blüten zerrieben, entsteht der typisch rote Farbstoff, der insbesondere für Öle verwendet wird. Johanniskraut kann in ganzen Teilen verwendet werden. Je nach Krankheitsbild werden Extrakte, Tees, Pillen oder Salben hergestellt. Die Erntezeit ist Juni bis September. Da Johanniskraut nicht dem Artenschutz unterliegt, darf diese in freier Natur gepflückt werden. Johanniskraut kann bei ständiger Einnahme leichte Depressionen gut behandeln. Auch bei Schlafstörungen kann Johanniskraut gute Linderung verschaffen. Neusten Forschungen ergaben, dass eine Lotion oder Creme aus Johanniskraut gute Ergebnis bei Neurodermitikern erzielte.

Schon im Mittelalter angewendet

Diese positive Wirkung kann auch bei Verletzungen, Wunden oder Verbrennungen verzeichnet werden. Schon im Mittelalter kam die Pflanze bei der Geburtshilfe und in anderen medizinischen Bereichen zur Anwendung. Auch Hildegart von Bingen wusste wie nützlich diese Pflanze für den Menschen sein kann. Als Nebenwirkung kann es in seltenen Fällen zu einer Lichtempfindlichkeit kommen. Schwangere, Kinder und Menschen mit sehr schweren Depressionen dürfen Johanniskraut nicht anwenden. Bei allen Anderen kann die vielfältige Pflanze als Kräuterheilmittel gut zum Einsatz kommen.

Edelweiß ein Freund der Wanderer

Edelweiß ist eine Gattung der Korbblütler. Der botanische Begriff lautet Leontopodium nivale. Das Edelweiß wurde im späten 19. Jahrhundert von Wandersleuten entdeckt und von nun an wuchs die Beliebtheit der Pflanze. Bis heute hat das Edelweiß seinen Charme nicht verloren und so wird die Heilpflanze oft zweckentfremdet und zu Marketingzwecken verunglimpft. Das Edelweiß wurde deshalb schon in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts unter strengen Naturschutz und Artenschutz gestellt. Dieser strenge Artenschutz gilt auch in Südtirol, sowie alle anderen Alpenregionen.

Edelweiss Heilpflanze

Edelweiß ist streng geschützt

Die heilende Wirkung wurde von Ärzten, Wissenschaftlern, Hebammen, Krankenschwestern und Heilpraktikern gleichermaßen festgestellt. Die Kräuter der Pflanzen wirken gegen allerlei Zipperlein bis hin zu schweren Erkrankungen wie Asthma. Sogar eine Wirkung gegen Krebs soll das Edelweiß nachgesagt werden. Deren Wirkung ist aber noch von keinem Institut bestätigt worden. Da Edelweiß strengen Auflagen unterliegt, dürfen die Pflanzen, die von Mai bis Oktober ihre Blütenzeit haben nicht so ohne Weiteres gepflückt werden.

Luft und guter Boden

Zwar sind die weißen Pflanzen in den europäischen Alpen, insbesondere in Österreich und Deutschland beheimatet, unterliegen aber dem Artenschutz. Verstöße gehen mit schweren Geldstrafen einher. Der Boden in den Alpen enthält für das Edelweiß optimale Verhältnisse und neben einen kalkarmen Boden, können die Pflanzen in der alpinen Luft von Südtirol die nötigen Nährstoffe finden.

Verspricht Gesundheit und glatte Haut

Das Edelweiß wird oft in der Naturkosmetik verwendet. Freie Radikale werden gebunden und sorgen dafür, dass die Haut faltenfrei und glatt bleibt. Hauterkrankungen werden durch die Heilpflanze gelindert und können sowohl mit einer Lotion direkt auf die Haut aufgetragen werden oder aber in Form von oraler Einnahme verbessert werden. Neben Verbesserung der Haut kommt Edelweiß insbesondere auch bei Magen-Darm-Problemen erfolgreich zum Einsatz. So kann die beliebte Heilpflanze viel Gutes vollbringen und unterstützt die Gesundheit des Menschen.