Die Bergl-Alm im Schnalstal (2214 m)- Ein beliebtes Ziel für Winterwanderungen und Schneeschuhtouren

Was gibt es Schöneres, als bei einem sonnigen Winterwetter durch ein unbezahlbares Wald-Panorama zu wandern und sich dann bei traditionellen Köstlichkeiten auf einer Alm zu stärken?

Die Antwort lautet: nicht viel! Genau deshalb ist die Bergl-Alm auch so beliebt. Vor allem an Sonn- und Feiertagen ist die im Jahre 2017 neu renovierte Alm ein begehrtes Wanderziel. Die Alm liegt im Schnalstal. Ein Seitental des Vinschgaus.

Anfahrt

  • Sie erreichen die jeweiligen Startpunkte der Wanderung bequem von Meran oder Naturns aus, mit dem Linienbus Nr. 261 ins Schnalstal. Im Winter gibt es zusätzliche Skibusse. Die Ausstiegsmöglichkeiten sind abhängig von der gewählten Wanderroute.
  • Mit dem Auto fahren Sie über Meran in Richtung Vinschgau, nach dem Dorf Naturns nehmen Sie die Ausfahrt rechts ins Schnalstal. Rund 22 km sind es, ab der Schnalser Einfahrt, dann noch bis nach Gerstgras oder 25 km bis nach Kurzras.

Kostenlose Parkmöglichkeiten

  • Bei Gerstgras: Begrenzte Parkplätze; diese sind hauptsächlich für Hotelgäste des Hotels Gerstgras reserviert.
  • Bei den Kofelhöfen: Begrenzte Parkplätze; direkt neben der Straße gibt es Einkehren, wo man parken kann.
  • Bei Kurzras: Gute Parkmöglichkeiten direkt beim Skigebiet.

Höhenlage

Zwischen 1.950 und 2.220 m ü.d.M.

Höhenunterschied

Ungefähr 300 Meter

Verschiedene Gehwege zur Alm

  • Über die Kofelhöfe (ca. 1km vor Kurzras direkt neben der Straße) Weg Nr. 5 à Gehzeit ca. 2 Stunden
  • Über den steileren Weg von Gerstgras Weg Nr. 13 à Gehzeit ca. 1,5 Stunden.
  • Über Kurzras (Schnalser Skigebiet), wobei man vom Parkplatz aus, bis zum Weg Nr. 5 der Kofelhöfe zusätzlich ca. 30 Minuten benötigt à Gehzeit insgesamt ca. 2,5 Stunden.

Route auf der Karte

Schneeschuhe notwendig?

Da die Wege relativ oft bewandert werden, sind Schneeschuhe nicht immer notwendig. Bei Neuschnee können sie aber sicherlich vom Vorteil sein. Am besten vor der Wanderung über die aktuellen Wetterbedingungen informieren!

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Wir empfehlen bei dieser Wanderung aber die Schuhketten, oder Schuhspikes, welche vor allem bei etwas steileren Wegabschnitten, eisigen Stellen oder angedrücktem Schnee perfekt funktionieren und Sicherheit bieten.

Unsere eigene Erfahrung zur Wanderung

Es ist Februar. Wir starten unsere Wanderung am Parkplatz des Schnalstaler Skigebiets in Kurzras. Vorbei am Kurzhof und an der Lazaun-Kabinenbahn geht es südwärts, den Weg Nr. 5 entlang. Zuerst leicht abwärts über die verschneite Wiesenlandschaft von Kurzras, zweigt die Route bald rechts ab, in Richtung Wald. Dort knüpft eben auch der Wanderweg ab den Kofelhöfen an.

Schuhketten

Zunächst geht es ein bisschen aufwärts, wobei wir uns entscheiden die Schuhketten anzuziehen. Wir haben diese im Winter eigentlich immer mit dabei. Bequem ist, dass diese kaum Platz im Rucksack benötigen und sehr leicht sind. Zudem kann man diese fast über jeden Schuh ziehen und die Gummiriemen passen sich an die Schuhgröße optimal an, da es eine universelle Größe für Erwachsene gibt.

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Das Lagauntal

Es dauert nicht lange bis die Steigung nachlässt. Wir erreichen bald das Lagauntal, ein nahezu unberührtes Hochtal, das unter Naturschutz steht. Fast schon märchenhaft erscheint die winterliche Landschaft, umgeben von Bergen und einem ruhigen Gletscherbach, welcher durch das Tal fließt und teilweise zugefroren ist. Eine kleine Brücke dient zum Überqueren. Hier lohnt es sich auf jeden Fall zweimal durchzuatmen.

 

 

Nach ein paar Schnappschüssen mit der Kamera und einer kleinen Rastpause geht es etwa noch 2 Kilometer weiter bis zur Alm, auf denen noch weniger als 100 Höhenmeter zu bewältigen sind. Besonders ist ab dann die Aussicht auf den Vernagter Stausee und die Finailspitze (3.514 m).

Die Bergl-Alm

Langsam werden wir hungrig und kommen bei der sonnig gelegenen Almhütte an. Es ist viel los. Nur gut, dass es schon 13:30 Uhr ist und viele Wanderer bereits zu Mittag gegessen haben. Somit können wir uns problemlos einen sonnigen Platz im Freien ergattern. Einfach nur traumhaft!

 

Bergl Alm im Winter

 

Essen auf der Alm

Die Speisekarte und die Preise sind typisch für Südtiroler Almen. Wir entscheiden uns für den Kaiserschmarren und die Hirtenmaccheroni. Die Portionen sind OK und der Geschmack ist erstaunlich gut. Besonders der Kaiserschmarren bleibt uns in Erinnerung, wegen seiner „fluffigen“ Konsistenz. Bedient werden wir von den freundlichen, einheimischen Besitzern der Alm.

 

 

Öffnungszeiten Berglalm

Im Winter ist die Berglalm vom 26. Dezember bis Anfangs April geöffnet.

Kontakt

Weithaler Ehrenfried

Unser Frau 126

39020 Schnalstal / Südtirol

Mobil: +39 339 3816482

E-Mail: info@bergl-alm.com

Web: www.bergl-alm.com

Als die Sonne, gegen 14:30 Uhr hinter den Bergen verschwindet, machen wir uns auf den Rückweg. Wir gehen nicht wieder denselben Weg zurück, sondern entscheiden uns für den Weg Nr. 13, Richtung Gerstgras. Dieser Weg kreuzt sich nach ca. 15 Minuten mit dem Weg, wo wir hergekommen sind und führt nach rechts. Man geht diesen Weg deutlich schneller, aber er ist dafür auch steiler (anstelle von 2 Stunden sind ca. 40 Minuten angeschrieben). Wobei man erwähnen muss, dass man in Gerstgras dann mit dem Bus wieder zurück nach Kurzras fahren must. Es wird recht kalt, wenn die Sonne weg ist, deswegen wird auch der Schnee eisiger. Daher sind wir sehr froh um unsere Schneeketten. Und zudem: Sicherheit geht immer vor!

Angekommen in Gerstgras, direkt an der Bushaltestelle, müssen wir keine 5 Minuten warten, bis der nächste Bus kommt. Im Winter fahren zusätzlich zu den stündlichen Linienbussen die Skibusse. Insgesamt haben wir uns dann sicherlich mindestens eine dreiviertel Stunde Gehzeit erspart.

Fazit

Es war ein wunderschöner Wandertag mit viel Sonne und winterlicher Atmosphäre, so wie man es sich eben vorstellt. Die Wanderung verläuft anfangs zwar ein wenig steil, aber es lohnt sich weiterzugehen. Der Blick auf die umliegenden Berge der Alpen ist einfach kostbar!

Der Service und die Küche auf der Berglalm waren sehr gut! Wir werden dieselbe Wanderung sicherlich irgendwann im Sommer nochmal machen und auch darüber für Euch einen Blogartikel verfassen.

Südtirolaktuell / AG